Auf der Suche nach einer sicheren Anlagemöglichkeit für ihr Erspartes, wenden sich viele Menschen dem Immobilienmarkt zu. Sei es, dass sie in Immobilienfonds oder -aktien investieren oder eine Immobilie kaufen, um diese zu vermieten.

Die Immobilienberatung und Maklervermittlung HAUSGOLD wollte wissen, welche Kriterien Anlegern beim Kauf eines Mietobjektes wichtig sind und hat potentielle Käufer deutschlandweit befragt.

Nur wenige wollen im Ausland vermieten

Wer eine Immobilie als Anlageobjekt kaufen möchte, konzentriert sich auf den deutschen Immobilienmarkt. 81 Prozent aller Umfrageteilnehmer sprechen sich dafür aus, dass die Immobilie, die sie vermieten wollen, in Deutschland liegen solle. Nur für 19 Prozent wäre eine Auslandimmobilie eine Option.

Eigener Lebensmittelpunkt beeinflusst Kaufentscheidung

Vielen potentiellen Vermietern ist die Nähe zu ihrem Mietobjekt wichtig. 47 Prozent geben an, dass ihre Anlageimmobilie nicht weiter als 20 km vom eigenen Zuhause entfernt sein soll. 17 Prozent wünschen eine Entfernung von bis zu 150 km, und 36 Prozent wäre die Entfernung egal.

Großstadtlage ist interessanter als ländlicher Raum

"Wenn ich eine Immobilie als Anlageobjekt kaufen würde, dann sollte sich diese in einer Großstadt befinden." Diese Meinung vertreten 37 Prozent aller Umfrageteilnehmer, während sich 17 Prozent für eine Immobilie im ländlichen Raum aussprechen. Fast ein Drittel (31 Prozent) wäre es dagegen egal, wo sich die Anlageimmobilie befindet und 15 Prozent sprechen sich explizit für einen Standort in einer Ferienregion aus.

Lieber Wohnung als Haus

Vielen Menschen erscheint es erstrebenswerter, einer Wohnung zu vermieten als ein Haus. 56 Prozent würden sich eine Wohnung als Anlageobjekt kaufen und 44 Prozent würden sich für ein Haus entscheiden.

Mikrolage nicht aus dem Auge verlieren

Wer über den Kauf einer Mietimmobilie als Geldanlage nachdenkt, sollte sich intensiv mit der Materie befassen. Neben der Finanzierung ist die Lage entscheidendes Kriterium. "Achten Sie auf die Mikrolage", rät HAUSGOLD-Geschäftsführer S.W.  "wo die Wirtschaft floriert, werden gute Gehälter gezahlt und die Gefahr von Mietausfällen ist geringer. Eine Infrastruktur mit vielfältigen Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, guten Verkehrsanbindungen, Schulen und Parks ermöglicht bessere Mietpreise."

Immobilienkäufer zahlten im vergangenen Jahr im Durchschnitt 242000 Euro für eine Wohnung oder ein Haus. 53800 Euro brachten sie dafür selbst auf. Und was bekamen sie dafür? In Chemnitz zum Beispiel ganz viel.

Von Marianne Körber

242 000 Euro zahlten Immobilienkäufer 2016 im Durchschnitt für ein Haus oder eine Wohnung, sechs Jahresnettoeinkommen. Dafür bekamen sie 126 Quadratmeter Wohnfläche, wofür sie einen Kredit von 188 200 Euro aufnahmen. In 71 Prozent der Regionen kostete ein Quadratmeter weniger als im Bundesdurchschnitt, ergab die Sparda-Studie "Wohnen in Deutschland 2017", die vom Beratungsunternehmen Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult) und dem Institut für Demoskopie Allensbach erstellt wurde.

Regional gibt es enorme Unterschiede: Sieben der zehn teuersten Regionen befinden sich im Großraum München. Dort bekommt man für 242 000 Euro nur 44 Quadratmeter Wohnfläche, in Berlin und Köln doppelt so viel. In Chemnitz sogar 261 Quadratmeter, und auf dem flachen Land noch mehr. Aber wer will oder kann dort schon wohnen? Schließlich muss der Arbeitsplatz erreichbar sein, und mehr als 30 Kilometer wollen die wenigsten pendeln.

Der Studie zufolge leben 46 Prozent der Bundesbürger im eigenen Heim. Jeder vierte Mieter unter 50 Jahren plant konkret den Erwerb einer Immobilie; in der Altersgruppe zwischen 31 und 40 Jahren hat gut ein Drittel Kaufabsichten. Nach Gründen befragt, die gegen den Erwerb von Wohneigentum sprechen, wurden längerfristige finanzielle Risiken (61 Prozent) sowie die hohen Kosten (54 Prozent) genannt, trotz der niedrigen Zinsen. "Der typische Häuslebauer in Deutschland ist weiterhin sehr konservativ und stellt seine Finanzierung solide auf", erklärt Uwe Sterz, Vorstandsmitglied des Verbandes der Sparda-Banken. Das Niedrigzinsniveau verliere beim Immobilienkauf an Bedeutung.

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